Der Bodenrichtwert zeigt den durchschnittlichen Wert von Bauland in einer Zone. So lesen und nutzen Sie ihn.
Was ist der Bodenrichtwert?
Der Bodenrichtwert ist ein durchschnittlicher Wert für unbebaute Grundstücke in einer Bodenrichtwertzone. Rechtsgrundlage ist § 196 BauGB. Er bezieht sich auf ein typisches Grundstück dieser Zone. Gebäude sind nicht enthalten. Der Gutachterausschuss leitet ihn aus seiner Kaufpreissammlung ab. Dort sind alle notariellen Kaufverträge der Stadt erfasst.
In Nordrhein-Westfalen werden die Bodenrichtwerte jährlich zum Stichtag 1. Januar ermittelt. Sie stehen im Portal BORIS.NRW.
Wofür wird er genutzt?
- Bewertung von Grundstücken und bebauten Immobilien (Bodenwertanteil)
- Sachwertverfahren und Ertragswertverfahren
- Grundsteuer: Der Bodenrichtwert ist Teil der Berechnung
- Erbschaft- und Schenkungsteuer
Weicht ein Grundstück vom Richtwertgrundstück ab, wird angepasst. Typische Merkmale sind Größe, Zuschnitt, Bebaubarkeit und Erschließung. Für eine Wohnung zählt der Bodenwert nur anteilig über den Miteigentumsanteil. Dort ist der Vergleichswert meist aussagekräftiger.
Rechenbeispiel
Ein Grundstück hat 500 m². Die Zone weist einen Bodenrichtwert von 1.200 €/m² aus. Der Bodenwert beträgt rechnerisch 500 m² × 1.200 €/m² = 600.000 €. Das ist nur der Wert des Bodens. Das Haus darauf kommt hinzu, abhängig von Alter und Zustand. Ist das Grundstück ungünstig geschnitten, kann ein Abschlag nötig sein. Die Zahlen sind ein Rechenbeispiel. Wie bebaute Grundstücke verkauft werden, zeigt Haus verkaufen in Düsseldorf.
Bodenrichtwerte in Düsseldorf
In Düsseldorf liegen die Bodenrichtwerte je nach Lage weit auseinander. Rheinnahe und zentrale Lagen sind deutlich teurer als Randlagen. Eine Übersicht nach Stadtteilen bietet die Seite Bodenrichtwerte in Düsseldorf. Die allgemeine Preisentwicklung zeigt der Marktbericht Immobilienpreise in Düsseldorf. Wer ein Grundstück verkaufen will, findet Hinweise unter Grundstück verkaufen. Für die Grundsteuer erklärt der Ratgeber Grundsteuer in Düsseldorf den Zusammenhang.
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Häufige Fragen
Ist der Bodenrichtwert der Verkaufspreis?
Nein. Er ist ein Durchschnittswert für eine Zone. Der tatsächliche Preis hängt vom einzelnen Grundstück und vom Gebäude ab.
Wo finde ich den Bodenrichtwert für Düsseldorf?
Im Portal BORIS.NRW. Dort wählen Sie die Adresse und sehen den Wert der Zone mit Stichtag und Merkmalen.
Wie oft ändert sich der Bodenrichtwert?
In NRW wird er jährlich zum 1. Januar neu ermittelt. Grundlage sind die Kaufpreise des Vorjahres.
Gilt der Bodenrichtwert auch für Eigentumswohnungen?
Nur anteilig. Für eine Wohnung zählt der Bodenwert über den Miteigentumsanteil. Den Gesamtwert bestimmen vor allem Lage, Fläche und Zustand der Wohnung.
Wer ermittelt den Bodenrichtwert in Düsseldorf?
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Düsseldorf. Er wertet dafür die Kaufpreissammlung aus und beschließt die Werte jährlich.
Fazit: Guter Startpunkt, kein Endpreis
Der Bodenrichtwert ist eine amtliche und belastbare Größe. Er zeigt den Wert des Bodens, nicht den Marktpreis einer Immobilie. Für einen realistischen Preis hilft eine Immobilienbewertung.